Egophilie

Selbstreferenzielle Zitate voller Weisheiten, welche die Welt nicht braucht.

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How to Build a Kingdom of Afternoon Naps™
tard_mcqueen wrote in egophilie

Mein idealer Ort besteht aus endlosen, hohem Gras unter der Sonne und einem einzelnen, gemütlichen Baumschatten. Vielleicht noch ein kühlender Wind, der das Laub zum rauschen und die Grashalme zum wiegen bringt. Das war's dann aber wirklich.

Etwas das sich recht schnell und unkompliziert finden lassen sollte, wäre eng mit dem Ort nicht auch ein Gemütszustand verbunden, der genau so elementar und notwendig ist, wie das Abbild der Umgebung. Aber ganz Abseits von der Frage, wie viel und welche physische Masse jeglicher Form von Idealismusstreben tatsächlich innewohnt, bin ich immer davon ausgegangen, man wolle an diesen Ort reisen, um eben jenen Zustand dort zu finden. Mittlerweile denke ich jedoch, dass es erst in zweiter Linie darum geht, etwas zu erreichen und der aller erste Schritt sich damit beschäftigt, was man gerne hinter sich lassen möchte.

Natürlich fallen mir aus dem Stand heraus Zwanzig Dinge ein, auf die ich verzichten kann.
Obwohl ich mir gar nicht wirklich sicher bin, ob man wirklich mit beiden Händen ins Negativlager greifen und das Offensichtliche hervor zerren muss. Es mag durchaus legitim und vielleicht sogar notwendig sein, etwas Liebes und Wertvolles herzugeben. Oder loszulassen.

Grade deswegen ein extrem guter Grund, sorgfältig zu überlegen.

Ich denke, ich werde mir damit noch ein wenig Zeit lassen.
Wobei ich mir einer Sache trotzdem schon ziemlich sicher bin: der Gegenwert einer Stunde sorglosen Dösens in der Sonne geht - an meinem Ort - gen unbezahlbar.


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