Egophilie

Selbstreferenzielle Zitate voller Weisheiten, welche die Welt nicht braucht.

Hypothermie
tard_mcqueen

Uff.

Das hat eine Weile gedauert. Notwendigerweise.

Mit dem Kopf durch die Wand zu brechen ist unangenehmer als erwartet und bringt ein paar Nebeneffekte mit sich, die so nicht einkalkuliert waren. Einer davon umfasst das Dilemma, dass man sich NOCH MEHR mit sich selbst beschäftigt als ein 15-jähriger, der Papas erlesene Sammlung an Hochglanzmagazinen in der Garage entdeckt hat. Ironischerweise gräbt man aber damit auch automatisch an einem Teil der Wurzel allen Übels herum.

Selbstbezogenheit gehört tatsächlich besser als schleimiger Fleck in eine Socke. Alles darüber hinaus wird schnell ungesund, denn es ist Teil des ehrwürdigen Pfades des urbanen Dschungelkämpfers, und der macht auf gewisse Art und Weise (echt!) ein wenig – hm! - einsam.

Wer hätte es gedacht, hm?

Aus dem Blätterdickicht zu beobachten, wie schnell alles in ein einheitliches Grau übergeht ist nicht mal halb so famos, wie man glauben möchte. Denn hört man irgendwann auf, mit der Umgebung zu verschmelzen, wischt sich die Tarnfarbe aus den Gesicht und nimmt die Krone aus Ästen vom Kopf, dann stellt man womöglich fest, dass ein einzelner Busch in der weiten Steppe nicht nur das genaue Gegenteil von Unauffällig darstellt, sondern das die ganze Operation komplett überflüssig war.

Optimistisch betrachtet weiß man nun zumindest, wie lange man still in der Kälte stehen kann, ohne Krämpfe zu bekommen oder aufs Klo zu müssen. Ob Frostbeulen und 'ne Blasenentzündung auf praktischer Ebene ein echter Zugewinn sind, darf man ruhigen Gewissens anzweifeln.


Fallout
tard_mcqueen
Sozialapocalyptisches Drama.

Weniger (wenn auch) im Sinne tragischer, menschlicher Umstände als tatsächlich dem literarischen Vorbild entlehnt, um zynisch die fiktional anmutende Komposition von Darstellerstab und Szene zu erfassen.

Plus einem Nuklearsprengkopf als einem aus dem Drehbuch herausgelösten Element, welches als überschattendes Unheil einzig aus dem simplen Grund existiert, um Reaktionen ob der akuten Bedrohungslage zu produzieren, welche sich anders schlecht rechtfertigen lassen.

Bricht man Konflikte zur Abwechselung mal nicht vom Zaun, sondern auf ihre Bestandteile herunter, sind sie am Ende doch meist nicht viel mehr; als die Summe an Kränkungen, gepaart mit dem universellen Bedürfnis einfach Recht zu haben. Die Idee von Deeskalation beruht immerhin häufig auf der ganz persönlichen Fähigkeit, möglichst schnell, möglichst viel vom eigenen Stolz an Ort und Stelle zu verstoffwechseln.

Natürlich kann man bei so was immer argumentieren, man mache es sich im Angesicht des komplexen Spektrums an Emotionen und Perspektiven viel zu einfach, da Geisteswissenschaften & Co. ja durchaus seit Jahrhunderten fleißig Überstunden anhäufen. Wobei ich dagegen halte würde, dass die Verweigerung von Simplifikation ebenfalls eine Form von Arroganz sein kann.

Der Trend geht ja zur proportionalen Steigerung von Wert im Verhältnis zu Komplexität. Mit anderen Worten: sollte es jemals eine Formel zur Berechnung aller Vorgänge im Universum geben, sollte sie besser mehr als drei Zeilen umfassen, um von der Allgemeinheit angemessen ernst genommen zu werden.

Fazit: ganz offensichtlich pauschalisiere ich zu sehr. Deswegen kann davon nichts stimmen.

Dürfte ich dieser Stelle einen Wunsch für die Zukunft formulieren, beträfe er die Entdeckung eins vom Erschaffer des Universums persönlich unterzeichneten Partikels. Mit einem Gruß.

"Because I said so! That's why!"

Flatline
tard_mcqueen

Motivationsloch.
Ach, was rede ich?
Bodenloser Abgrund! Abyssaler Schlund!

Wobei ich den Definitionsradius vorsichtiger abstecken sollte, da meine Fähigkeit zu echter Begeisterung grundsätzlich der Potenz eines kastrierten Dackels entspricht. Lange bevor man einen Pflug brauchte, um die Furchen in meiner Stirn nachzuziehen und die Zornesfalte darunter als seismisch aktive Zone geflaggt wurde, war das natürlich mal anders. Aber auch wenn ich den guten, alten Zeiten ungern hinterher heulen möchte, komme ich um eine gewisse Wehmut nicht herum. Das betrifft allerdings so ziemlich alles, das sich VOR dem Impakt mit dem Boden der Tatsachen abgespielt hat.

Jaja. Wenn man dran leckt, schmeckt es ein wenig nach Midlife-Crisis.
Aber keine Sorge. Ist nur Selbstmitleid. Und Gejammer.
Ich wische das später auf, versprochen.

Wo war ich? Ach ja. Wehmut.
Ob einer kurzen Phase rastlosen Schaffenswillens. Mit Betonung auf "-willens". Viel mehr war's eigentlich nie, was die ganze Sache im Grunde schon wieder auf zwei Fingerbreiten revidiert.

Aber zurück an die windstille Sprungkante.

Ich bewundere Ehrgeiz und Ausdauer als treibende Kräfte. Ganz offen und ehrlich. Weniger wegen der gestecken Ziele und unabhängig vom Grad des Erfolges, sondern wegen der Fähigkeit, kognitive und kinetische Energie langfristig in eine konkrete Richtung zu fokussieren.

Eh... Ist vermutlich nur Neid.
Und überhaupt: wieso reagiert eigentlich jeder phlegmatisch, wenn ich von Usagi Drop erzähle?
Doshite? Herzlose Arschlöcher.

Ich wische dann mal auf.

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Well done!
tard_mcqueen

Prognose bestätigt. Ein Wunder, dass ich nicht an meinem eigenen Blut erstickt bin.

Alle paar Jahre finde ich mich einem Charakter gegenüber, dessen pure Anwesenheit in einem Raum in mir den Drang weckt, schnell unter die nächste Duschen zu springen und mich solange zu Schrubben, bis sich die Haut abschält.

Etwas, dass in in der Regel nicht mal dem durchschnittlichen Kannibalen oder Kinderficker gegenüber empfinde, weil es recht einfach ist, diese Leute aus dem moralischen Geltungsspektrum zu verstoßen. Andere Menschen frisst man nicht, und Kinder fasst man nicht DA an. Punkt. Die sind raus. Ist zwar kein Naturgesetz, aber das eiserne Prinzip ist vollkommen ausreichend.

Kompliziert wird es aber, wenn Leute anfangen, in den Grauzonen der Verwerflichkeit zu operieren. Also überall dort, wo etwas nicht eindeutig Verbrechen genug ist, um sich direkt selbst zu disqualifizieren. Meine standardmäßige Reaktion auf so etwas besteht in aller Regel daraus, mit roten Augen und Schaum vor dem Mund alles in einem Umkreis von 2 Kilometern in Brand zu setzen.

Und mich dann resignierend in die Asche zu hocken.

Weil mir klar wird, dass man nicht unbedingt Kindheitstraumata, Hirntumore, einen miesen sozialen Hintergrund oder irgendeine Form von abnormaler Veranlagungen braucht, um die eigene Persönlichkeit soweit akut Degenerieren zu lassen, bis man sich in Sichtweite des Urschleims befindet. Oder kurz gesagt: Minus all die Dinge, die man (schon nicht als Entschuldigung/Rechtfertigung) gerne als Erklärung aus dem Beutel zaubert.

Sind nicht sogar irgendwo Glückwünsche angebracht, wenn es jemand schafft tief genug zu sinken, ohne auch nur einen einzigen Menschen gefressen oder Hand an ein kleines Mädchen gelegt zu haben? Es IST immerhin eine Leistung.

Jaja. Die Menschheit ist schlecht, näh?

Ganz ehrlich?
Ist sie nicht.

Aber eindeutig gut genug?
Ich habe Zweifel. ICH! Haa... Nicht lustig. Nicht lustig.


Interludium
tard_mcqueen

Bilanz für die Woche bisher:

- Diverse Stunden zwischen Animes und Visual Novels gependelt.
- Eindeutig zu viel und zu lange auf 4chan rumgehangen.
- Rauchenden Krater auf der Arbeit hinterlassen.
- In den Krater gepisst.
- An meine altersgemäße Vernunft appelliert. Gelacht.

Nicht übel. Nicht übel.

Memo:

Wenn ich es irgendwie schaffe, Scheiße in Ziegelform zu pressen, kann ich sie höher, weil stabiler aufschichten. Bei nächster Gelegenheit Google von wegen Ziegelform konsultieren.

7-Tage-Prognose:

Ungewiss. Es brodelt am Horizont und der Wind trägt ein Aroma mit sich, das eindeutig zu sehr in den Augen brennt, um harmlos zu sein. Aber Dysfunktionalität hin oder her, ich verspüre eine gewisse Ermüdung - Nein. - Überdruss. Hätte ich übermäßiges Interesse an, mit meiner Umwelt zu interagieren, würde ich nicht in nem trockenen Gebüsch auf einer Bergspitze leben. Selbst einen Kanister Benzin zu entleeren und den glimmenden Rest einer Zigarettenkippe in die Lache zu schnippen ist mehr Aufwand, als ich in der Regel bereit bin, zu erbringen.

Es gibt selbstverständlich Ausnahmesituationen, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob zur Zeit eine solche besteht. Würde sie bestehen, wäre es auf Basis von reiner Gehässigkeit und Genugtuung. Aber da denkt man besser drei Platzrunden drüber nach, denn wenn man schon auf schattigen Pfaden wandelt, sollte man die Strecke auch bis zum Ende gehen. Ansonsten verliert man an Glaubwürdigkeit.

Weiteres Memo:

Aufhören den Blog mit pseudophilosophischer Scheiße zu beschmieren.

Erkenntnis:

Im ernst? -.-


How to Build a Kingdom of Afternoon Naps™
tard_mcqueen

Mein idealer Ort besteht aus endlosen, hohem Gras unter der Sonne und einem einzelnen, gemütlichen Baumschatten. Vielleicht noch ein kühlender Wind, der das Laub zum rauschen und die Grashalme zum wiegen bringt. Das war's dann aber wirklich.

Etwas das sich recht schnell und unkompliziert finden lassen sollte, wäre eng mit dem Ort nicht auch ein Gemütszustand verbunden, der genau so elementar und notwendig ist, wie das Abbild der Umgebung. Aber ganz Abseits von der Frage, wie viel und welche physische Masse jeglicher Form von Idealismusstreben tatsächlich innewohnt, bin ich immer davon ausgegangen, man wolle an diesen Ort reisen, um eben jenen Zustand dort zu finden. Mittlerweile denke ich jedoch, dass es erst in zweiter Linie darum geht, etwas zu erreichen und der aller erste Schritt sich damit beschäftigt, was man gerne hinter sich lassen möchte.

Natürlich fallen mir aus dem Stand heraus Zwanzig Dinge ein, auf die ich verzichten kann.
Obwohl ich mir gar nicht wirklich sicher bin, ob man wirklich mit beiden Händen ins Negativlager greifen und das Offensichtliche hervor zerren muss. Es mag durchaus legitim und vielleicht sogar notwendig sein, etwas Liebes und Wertvolles herzugeben. Oder loszulassen.

Grade deswegen ein extrem guter Grund, sorgfältig zu überlegen.

Ich denke, ich werde mir damit noch ein wenig Zeit lassen.
Wobei ich mir einer Sache trotzdem schon ziemlich sicher bin: der Gegenwert einer Stunde sorglosen Dösens in der Sonne geht - an meinem Ort - gen unbezahlbar.


Celsius
tard_mcqueen

Die momentane Hitze drückt mir auf's Gehirn. Gemeinsam mit einer Luftfeuchtigkeit, die problemlos marines Leben beherbergen könnte.

Eventuell sollte ich auch damit aufhören, zusätzlich noch Kaffee zu trinken.
Ach? Nein. Lieber nicht. Wenn ich JETZT anfange Vernunft zu entwickeln, wird's am Ende nur zu einer schlechten Angewohnheit. Ich könnte mich beispielsweise um ein paar Dinge kümmern, die ich schon viel zu lange aufgeschoben habe. Ich könnte. Das würde Sinn ergeben. Also Grund genug, es bleiben zu lassen.

Zumindest meine Karmaleiste konnte ich heute Morgen bereits auffüllen. In einem Anfall von Hilfsbereitschaft zur Rettung der Kollegen geeilt und den Bürokopierer mittels überlegenem, technischen Sachverstand vor dem Totalversagen bewahrt.

Aus. An.
And that's how I work my magic.
A good day. A good day indeed.

Das guten Gefühl, Turnierchampion der natürlichen Selektion zu sein, entschädigt ein wenig für das nichtklimatisierte Büro, die klebenden Klamotten und die Konzentrationsleere in meinem Kopf. Sollte der Tag also halten, was er verspricht, gibt's es zum Feierabend ein Kopf an Kopf Rennen um die Beantwortung der Frage, wer heute weniger geleistet hat. Ich oder mein Deo.

Mittagspause verbringe ich damit, mir zu überlegen, wie viel Sarkasmus ich hier noch hinein gepresst bekomme, ohne Klebeband zur Fixierung verwenden zu müssen.

Ach egal.


Misanthrop
tard_mcqueen

Irgendwas ist in den vergangenen Wochen und Monaten extrem schief gelaufen. Ich habe verschiedene Theorien zu dem Thema und zum engeren Kreis der Wahrscheinlichkeiten zählt momentan ein satanischer Blutpakt, der erst wirklich zur Vollendung kommt, sobald es Feuer und Asche vom Himmel regnet. Andere beschäftigen sich mit den Abgründen charakterlicher Unzulänglichkeiten und sind überhaupt gar nicht Spektakulär und Besonders, was naturgemäß einfach nur doof ist. Deswegen...

Dramatische Pause.
.
.
.
Weiter.

Warum also auch immer: momentan sitze ich wie ein kleiner, dunkler Lord auf meinem Thron aus Knochen und herrsche über eine kahle, von kalten Winden dominierte Einöde. Wehe der armen Seele, die es wagt, mein Reich zu betreten.

Ich bin mir trotzdem nicht sicher, ob ich es in diesem Zusammenhang als Erfolg beschreiben soll, in dieser Zeit konsequent Grenzen überschritten zu haben. Zwar nicht ohne ein gewisses Entsetzen oder Bedauern, aber dafür im vollen Bewusstsein und ohne Zögern. Nichts von auch nur annähernd lebenserschütternder Tragweite, nein. Aber in seiner Gesamtheit etwas, das mehr als nur Nachdenklich stimmt.

Viel schwerer wiegt das Ursächliche. Das Unausgesprochene. Alles was man als 'Nieder' beschreiben kann, weil jede Form der Rechtfertigung in moralischen Sackgassen endet. Einher mit dem leisen Säuseln von Befriedigung.

Ich weiß es besser. Simpler und schneller kann man sich gar nicht selbst disqualifizieren.

Dramatisches Hand-zur-Faust-ballen.
Pause.
.
.
.
Weiter.

Ich bin mir nicht sicher, ob das etwas ist, das man umkehren oder einfach wieder vergraben kann. Ob es eine Lektion zu lernen gibt oder überhaupt irgendeiner Form von Sinn folgt. Höchstwahrscheinlich jedoch nicht.

Das ist eine Erleichterung. Irgendwie.
Aber warum? Bei aller Widerlichkeit.

Dramatische Phrase in Latein.
Homo sum, humani nil a me alienum puto.
Pause.


Nachtlicht
tard_mcqueen

Wieso hat mein Unterbewusstsein die Neigung, mich bezüglich meiner Alpträume mit simplen Urängsten zu bitchslappen? Per Handrücken. Voll durchgezogen.

Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte mal in den Tod gestürzt bin, von einem verrückten Axtmörder durch enge Gänge gescheucht oder von irgendeinem tausendköpfigen Monster verdaut wurde.

Ich wäre DANKBAR für ein bisschen ordinären Horror. Dankbar, sag' ich!
Aber was bekomme ich stattdessen?

Dunkelheit. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob es wirklich Dunkel ist, oder ich nur nicht sehen kann. So oder so bin ich hilf- und vor allen Dingen orientierungslos. Viel wichtiger ist jedoch, das etwas oder jemand mit mir dort ist. Manchmal streift es mich. Physisch wie mental. Aber meistens lauert es einfach nur. Beobachtet. Wartet. Plant.

Irgendwie bin ich mir im klaren: Was auch immer ES ist, existiert nach dem Prinzip von Schrödingers Katze. Erst in dem Augenblick wo das Licht angeht, würde es sich für eine Form entscheiden. Wobei vollkommen offen ist, ob ich einfach nur stinknormal gefressen oder meine Seele von einem Abyss der Finsternis absorbiert werden soll.

Ich weiß das ich träume, aber meine Versuche den Traum zu kontrollieren enden in der Regel in panischer Bestürzung über meine Unfähigkeit, kombiniert mit dem drängenden Gefühl von Bedrohung. Schaffe ich es endlich, mich aus dem Morast meiner Psyche soweit frei zu strampeln, dass ich denke, ich wäre nun in der Lage aufzuwachen, bekomme ich natürlich noch ein letztes mal den Finger gezeigt. Das Aufwachen ist (der letzte) Teil des Traumes und ich erwache (nun tatsächlich) mit faden Nachgeschmack einer letzten deprimierenden Erkenntnis: Verarscht.

Ich schlafe dann einfach bei Licht weiter. Und dem starken Wunsch am Daumen zu lutschen.


Janus
tard_mcqueen

Es gehört sich einfach nicht, dass Leute aus ihrer (von mir sorgfältig festgelegten) Rollenverteilung ausbrechen. Oder zumindest wie eine Kerzenflamme im Windzug auf der Grenze unstet hin und her flackern und die eindeutige Klassifizierung von Pro- und Antagonisten zunichte macht.

Rücksichtslose Arschlöcher.

Zementierte Charakterisierungen wieder aufzustemmen ist ein unglaublich mühevoller Akt. Ganz zu schweigen von der darauf folgenden Neubegutachtung von Person und Situation. Als ob irgendjemand die Zeit für Selbstreflektion- und eventuell sogar Kritik hätte. Oder die Nerven.

Ich gebe ganz offen zu, recht unwillig in dieser Hinsicht zu sein. Alter Groll liegt mir mehr, als die fortwährende Neuinterpretation gemütsliterarischer Persönlichkeitsvorlagen. Das selbe gilt im übrigen für all die Podeste und Sockel, die man mit der Zeit akribisch aufgeschichtet hat. In der konstanten Projektion meiner Umwelt steckt viel zu viel Arbeit, als das ich mir das einfach kaputt machen lasse. Dieses gehört hierhin und jenes dorthin. Das war schon immer so. Punkt!

Natürlich ist es Faulheit. Anteilig. Aber auch die simple Frage nach Notwendigkeit und ob man nicht auch das Recht auf Schwarz und Weiß an den Enden der Graustöneskala hat. Mag jeder für sich selbst einschätzen, ob er alles andere als persönlichen Verlust erachtet oder nicht, aber ich kann mich nicht jedes mal Architekt und Abrisstrupp beauftragen, nur weil jemand plötzlich Wert auf ein nuanciertes Spiel legt.

Oder?
Oder!?

Alles fließt, huh?
Na super.


?

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